Die Geschichte unserer Weihnachtslieder

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Am Freitag, den 19. Dezember, lud der Arbeitskreis Kultur und Tourismus zu einem besonderen Abend ein. Im Mittelpunkt standen nicht nur die vertrauten Melodien, sondern vor allem die oft vergessenen Geschichten hinter unseren liebsten Weihnachtsliedern.

Die Leiterin des Arbeitskreises, Christine Bauer, freute sich über die Resonanz: Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Neben Gästen, die bereits im Vorjahr das Thema Adventslieder mitverfolgt hatten, waren Besucher aus den umliegenden Gemeinden und sogar aus dem etwas entfernteren Knittlingen angereist. Besonders beeindruckt zeigte sich Bauer von der Qualität des gemeinsamen Gesangs: „Es war erstaunlich zu hören, wie viele gute Sängerinnen und Sänger sich unter den Gästen befanden“, resümierte sie.

Theresia Krknjak präsentierte sechs ausgewählte Weihnachtslieder – darunter Klassiker wie „Es kommt ein Schiff geladen“, „Kommet ihr Hirten“ und „Was soll es bedeuten“. Sie beleuchtete die historischen Hintergründe und förderte dabei Erstaunliches zutage: So lernten die Zuhörer etwa, dass „Tochter Zion“ ursprünglich gar kein Weihnachtslied war. In England ist die Melodie von Georg Friedrich Händel als patriotischer Siegesmarsch bekannt; erst durch den Text des deutschen Theologen Friedrich Heinrich Ranke wurde das Werk hierzulande zu einer festlichen Hymne für die Advents- und Weihnachtszeit.

Musikalisch Begleitet wurde der Abend von Klaus Boda am Piano und Hese Schröter am Kontrabass, die bereits mit einer Instrumentalinterpretation von Bach/ Gounod „Ave Maria“ stimmungsvoll einstimmten.

Zum Ende der Veranstaltung ergab sich noch ein besonderer Moment: Während die Musiker den instrumentalen Abschluss spielten, begannen die Gäste ganz spontan, die Melodie leise mitzusummen. Diese stille, gemeinschaftliche Atmosphäre bildete einen sehr stimmigen Ausklang und entließ die Besucher in besinnlicher Stimmung in die restliche Adventszeit.