Waldenserkirche

Die Waldenserkirche in Pinache ist die älteste und größte massiv gebaute Waldenserkirche Deutschlands. 1702 wurde zunächst von den Glaubensflüchtlingen eine Holzkirche erbaut. Diese war jedoch bald vom Einsturz bedroht, so dass der damalige Pfarrer Jean Giraud den Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg um finanzielle Unterstützung bat.

Durch Kollektensammlungen, vor allem in den reformierten Ländern, England, Holland und der Schweiz, wurde der Bau der massiven Kirche ermöglicht. Im Jahre 1721 wurde die Kirche fertiggestellt und eingeweiht.

Kirchenbücher wurden in Pinache und auch in Serres geführt. Ab 1705 in französischer Sprache und ab 1823 in deutscher Sprache.

Zwei Grabplatten erinnern an die beiden ersten Pfarrer von Pinache und Serres, die unter der Kanzel bestattet wurden. An der nordwestlichen Chorwand informiert die vollständig erhaltene Grabplatte in lateinischer Sprache über das Leben von Pfarrer Jean Giraud.

Reste der Grabplatte von Scipion Arnaud, einer der Söhne des berühmten Waldenserpfarrers Henri Arnaud, sind unter der Kanzel in die Wand eingelassen.